Wissenschaft zu Sell in May... Halloween-Effekt

"Sell in May and go away.." : The Halloween-Indicator Everywhere and all the Time (Jacobsen und Zhang 2018)

Wir untersuchten alle historischen Daten (62962 Beobachtungen) an allen Aktienbörsen der Welt, um die Robustheit des Sell in May-Effekts auch Halloween-Effekt genannt zu beweisen. Der Effekt ist außerordentlich robust mit einer um 4% höheren Rendite zwischen November bis April als zwischen Mai bis Oktober. Ein neuer Test dieses Effekts eröffnet zusätzliche Erkenntnisse zu Sell in May. Weltweit sind die Renditen im Sommer negativ rund -1% und häufig ist die Risikoprämie im Sommer signifikant negativ. Nur i Mauritius ist die Risikoprämie signifikant positiv im Sommer ( Mai - Oktober). Unsere Daten erlaubt eine neue Prognose der Sell in May-Strategie mit einer Überrendite von rund 4%.

Zur Publikation:  (Jacobsen und Zhang 2018)

The Halloween Effekt in US Sectors (Jacobsen und Vinaltanchotti 2006)

Alle US Sektoren und Industrien des Aktienarktes haben eine höhere Rendite in den Wintermonaten November bis April als in den Sommermonaten Mai bis Oktober im Beobachtungszeitraum 1926 - 2005. In mehr als zwei Drittel aller Sectoren und Industrien ist der Renditeunterschied zwischen Winter und Sommer signifkant, bekannt als Halloween- oder Sell in May-Effekt. In mehr als der Hälfte aller Sektoren und Industrien ist die Risikoprämie (Rendite - risikofreier Zins) in den Sommermonaten signifikant negativ. Obwohl der Sell in May bzw. Halloween-Effekt in fast allen Sektoren zu finden ist, gibt es große Unterschiede. Der Sell in May-Effekt ist wenig in konsumerorientierte Sektoren und stark vertreten im produzierenden Sektoren. Wir beschreiben, wie diese Unterschiede der Sektoren für absolut Return-Strategien genutzt werden kann mit Sektor-Rotations-Strategien, wie im Fidelity Sector Fund.

Is it the weather? (Jacobsen und Merquering 2004)

Wir zeigen, dass die gängige Literatur, die versucht zu erklären wie Renditen am Aktienmarkt durch wetterbedingte Stimmungsschwankungen der Investoren verursacht werden, datengetrieben beeinflusst sind. Speziell bedenken wir die Studien von Kamstra, Kramer and Levi, 2003a and Cao and Wei, 2005, die erklären, dass saisonale Marktanomalien durch wetterbedingten Stimmungsschwankungen der Investoren erzeugt werden, besonders durch dem Mangel an Tageslicht und Wärme im Herbst. Während wir durch frühere Studien wissen, dass Renditen an Aktienmärkten stark saisonal verlaufen und die Rendite in den Wintermonaten November bis April signifikant höher ist, als in den Sommermonaten Mai bis Oktober, gibt es einen kleinen Beweis für die Temperatur-Erklärung des Sell in May/Halloween-Effekts. Tatsächlich können wir Saisonalität am Aktienmarkt einfach mit einer Winter/Sommer-Stellvertreter beschreiben.  Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Zusammenhang zwischen saisonaler Rendite am Aktienmarkt und dem Wetter unecht ist und es verfrüht ist zu sagen, dass Licht und Temperatur den Sell in May / Halloween-Effekt erklären.

Is it the weather (Jacobsen und Merquering 2004)

The Optimism Cycle: Sell in May (Doeswijk  2008)

Im Durchschnitt haben Aktien eine Rendite nahe Null zwischen Mai und Oktober. Unsere Hypothese ist, dass dieses saisonale Renditemuster durch einen Optimismuszyklus beeinflusst ist. Mit dem bevorstehenden Ende des Kalenderjahres starten Investoren in das folgende Kalenderjahr zu sehen, oft mit überoptimistischen Erwartungen. Einige Monate im neuen Jahr verhärten sich der initierte Optimismus in weiter optimistischen Erwartungen. Nach einigen Monaten erfährt der Optimisums ein Sommerloch. Eine globale Sektor-Ratitions-Strategie basierend auf diese Theorie erscheint höchst rentabel. Globale Gewinnprognosen folgen diesem saisonalen Muster parallel zu den Aktienmärkten. Der Otpimismus der Investoren gemessen bei den anfänglichen Renditen bei IPO´s bestätigen die Ergebnisse der Sektor-Rotations-Strategie immer in einer separaten Analyse des US-Aktienmarktes. Alle Ergebnisse unterstützen die Optimismus-Zyklus-Hypothese

Sell in May or in July but on Halloween buy! (Hupp 2012)

Eine Analyse von Handelsstrategien auf ineffizienten Märkten

Die Masterthesis fasst alle bedeutenden Publikationen zum Halloween-Effekt zusammen und untersucht wissenschaftlich die empirische Anwendung der Börsenweisheit im Vergleich mit anderen Handelsstrategien. Zusätzlich wird in dieser Publikation die Börsenweisheit "Sell in May" überprüft . Das Ergebnis der Arbeit ist, dass "Sell in July.." im Betrachtungszeitraum die effizientere Handelsstrategie war.  (Hupp 2012)

Das Sell inMay Märchen (Hupp 2015)

ePaper
Die wissenschaftliche PrePrintStudie untersucht mit der Rolling-Window-Regression unterschiedliche Handelsstrategien mit 28.000 Beobachtungen am US-, europäischen und japanischen Aktienmarkt. In allen verfügbaren Zeiträumen in Sample und out of Sample war die Sell in July-Strategie effizienter als Sell in May, Capital Asset Pricing Model oder Buy and Hold.

Teilen:

Sell in July statt im Mai mit deutschen Aktien (Hupp 2015)

Handelsstrategien mit deutschen Aktien 1970 - 2014

ePaper
Diese wissenschaftliche Arbeit ergänzt die Studie "Das Sell in May"-Märchen. Auch am deutschen Aktienmarkt ist Sell in July wesentlich rentabler gewesen als Sell in May. Auch andere Handelsstrategien wie die der üblichen Mischfonds wurden mit der Rolling-Window-Regression deutlich übertroffen.

Teilen:

Sell in May..: fünf Renditefaktoren saisonal (Hupp 2017)

Marktkapitalisierung - Bewertungen - Momentum und Sektoren 1927 - 2016

ePaper
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Renditefaktoren Unternehmensgröße, Buchwert/Kurs-Verhältnis, Momentum, Sektorenauswahl und die Risikoprämie auf saisonale Zyklen. Die Ergebnisse geben Auskunft auf das typisch saisonale Anlegerverhalten bei der Aktienauswahl und steigert den Erfolg für Anleger, die eine "Sell in ..... "-Anlagestrategie verfolgen.

Teilen:
Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© 4D-Asset-Oszillator Basler Str. 115 79115 Freiburg Tel.: 0761 51690135 Mail info@asset-oszillator.de